BRESLAU - BERLIN. Europäische Nachbarn

Wolf Kampann: Schuhbrücke. Ein Breslau-Roman

Wolf Kampmann Schuhbrücke Cover © Osburg Verlag

Wolf Kampmann Schuhbrücke Cover © Osburg Verlag

Breslau Hauptbahnhof, 1923, ein klirrend kalter Wintertag: Fast zehn Jahre ist es her, dass die Brüder Ernst und Robert sich das letzte Mal gesehen haben. Vieles hat sich seitdem verändert. Robert, vor dem Krieg überzeugter Antimonarchist und Demokrat, hat sich in einen Deutschnationalen verwandelt, der sich am Hitlerputsch beteiligte und nun auf der Flucht vor der Justiz ist. In Breslau hofft er, sich verstecken zu können, und zählt dabei auf die Hilfe seines Bruders. Doch die Brüder haben sich nicht nur ideologisch voneinander entfernt. Über all die Jahre hinweg lieben sie noch immer dieselbe Frau, die beiden eine gemeinsame Zukunft versprochen hat. Es entspinnt sich ein tragischer Konflikt, in dem es schon bald um weit mehr geht als um Loyalität und an dessen Ende 1945 nicht nur Breslau in Trümmern liegen wird.

Lesung in LUNETA am 1. Juli, 18:00-19:00 Uhr

Ein bestechendes Familienepos, eine mitreißende Liebesgeschichte und das fein gezeichnete Porträt einer Stadt im Mittelpunkt des Weltgeschehens: Ein Roman von großer Sogkraft!

ISBN: 9783955101022
€ [D] 20,00
 

Erschienen im Osburg Verlag


Ruth Fruchtman: Krakowiak

R. Fruchtman - Krakowiak © KLAK Verlag

R. Fruchtman – Krakowiak © KLAK Verlag

Die polnische Stadt K. hütet ihre Geheimnisse. Ihnen geht Esther, eine „Historikerin der Gefühle“, seit den 1980er Jahren nach. Sie findet Spuren, die eine durch Weltkrieg, Holocaust und Kommunismus geprägte Welt hinterlassen hat. Die Menschen, auf die Esther trifft, versuchen darauf in der Gegenwart individuelle Antworten zu geben. Zu Cezary Jaworzyński mit seinen zwei Töchtern fühlt sie sich besonders hingezogen, nicht nur, weil er aus der gleichen Gegend stammt wie ihr Großvater Isaak Blaublat. Eine Tochter, Jolanta, sieht ihre Lebensaufgabe darin, aus dem zerstörten Familienschloss eine neue Kulturstätte zu machen. Doch um ihre Pläne zu finanzieren, braucht sie die Hilfe des deutschen Geschäftsmannes Klaus Müller-Weidt, dessen Kindheit ebenfalls mit der Stadt K. verbunden ist. Und Esther begegnet Abraham aus einem Rabbinerseminar in New York, der die verfallene Klause eines Kabbalisten im ehemaligen jüdischen Viertel wieder mit Leben füllen will.
Sanft und ironisch stellt der Roman Fragen nach der eigenen Verantwortung, nach Heimat, Exil, Judentum und Christentum. Seine Themen verweben sich wie die Motive im alten Volkstanz „Krakowiak“ zu einem Kaleidoskop des Lebens.

218 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-943767-07-0

€ [D] 14,90 €

Erschienen im KLAK Verlag


Klaus Dermutz: Tadeusz Kantor. Das Brett der letzten Rettung

Klaus Dermutz Cover Tadeusz Kantor © KLAK Verlag

Klaus Dermutz Cover Tadeusz Kantor © KLAK Verlag

Interviews und Texte.

Tadeusz Kantor wurde am 6.4.1915 in Wielopole Skrzyńskie geboren und starb am 8.12.1990 in Krakau. Der weltweit bewunderte Theater-Regisseur und Künstler thematisierte die Schrecken und die Gräueltatendes 20. Jahrhunderts. Mit der Gründung des Teatr Cricot² (ein Anagramm von to circ – »das ist Zirkus«) im Jahr 1955 befreite Kantor das Theater von der Dominanz des Textes und attackierte die Einfallslosigkeit der offiziellen Bühnen. Die Tote Klasse erhielt Einladungen rund um den Globus und wurde über 1500 Mal gespielt. Auch die nächsten Inszenierungen Wielopole, Wielopole (1980), Die Künstler sollen krepieren (1985), Ich kehre hierher nicht mehr zurück (1988) und das postum aufgeführte Spektakel Aujourd’hui c’est mon anniversaire (1991) bekräftigten den internationalen Ruf. In seinem »Theater des Todes und der Liebe« gedachte Tadeusz Kantor der Chassidim, der frommen Ostjuden. Die Installation Das Brett der letzten Rettung, jedes Jahr an Kantors Todestag am 8. Dezember von Lesław und Wacław Janiciki realisiert, erinnert an die Ermordung der Chassidim in Auschwitz.

Die Monographie enthält Texte von und über Tadeusz Kantor, ausführliche Interviews mit Kantor, den Schauspieler/innen, dem Dokumentarfilmregisseur Andrzej Sapija und dem Fotografen Günther K. Kühnel. Außerdem vermitteln ein Text über Anselm Kiefers Beziehung zu Kantors Kunst und zahlreiche Fotos ein lebendiges und facettenreiches Bild des polnischen Künstlers. Tadeusz Kantor ist anlässlich seines 100. Geburtstages Repräsentant des polnischen Kulturjahres 2015.

Mit Fotografien von Marianne Fleitmann und Günther K. Kühnel

ISBN: 978-3-943767-51-3
€ [D] 20,00
152 Seiten, Klappenbroschur, erschienen im KLAK Verlag

Zbigniew Masternak: Arme Hunde

Zbigniew Masternak Arme Hunde Cover © KLAK Verlag

Zbigniew Masternak Arme Hunde Cover © KLAK Verlag

Nicht jeder muss für ein paar Euro ins Ausland stapfen. Doch Zbigniew aus der trostlosen Provinz, der sich zum Schriftsteller berufen fühlt, hat gerade den Start ins Leben verpasst. Kaum ist er der polnischen Mafia entkommen muss er sich schon vor einem französischen Gericht verantworten. Ein romantischer Schurke, der nach Frankreich auswandert, um zu überleben, dazu noch in Begleitung seiner attraktiven Freundin Renata. Ständig voller optimistischer Illusionen, um erneut in Schönheit zu scheitern. Bis er in einem Pflegeheim Wiktor trifft, den Weltkriegsveteranen…

Mit Arme Hunde führt uns Zbigniew Masternak in das Milieu der europäischen Arbeitsmigranten. Abseits politischer Korrektheit erzählt er vom Überlebenskampf und davon, wie wir uns in Europa gegenseitig wahrnehmen. Eine Sozialsatire, in der sich Dreistigkeit mit Angst und Witz mit Bitterkeit vermischen. Zbigniew Masternak ist die Stimme der jungen Generation, die sich millionenfach auf die Suche nach Überleben und Glück in Europa und Übersee begeben hat.

ISBN: 978-3-943767-64-3
Klappenbroschur, 254 Seiten
€ [D] 14,90

Erschienen im KLAK Verlag


Brygida Helbig: Ossis und andere Leute

Ossis und andere Leute Cover © Freiraum Verlag

Ossis und andere Leute Cover © Freiraum Verlag

Brygida Helbig berichtet humorvoll und pointiert von Menschen, deren Leben nach der politischen und persönlichen Wende einer Tragikomödie gleicht. Wir begleiten die Erzählerin in ihrer prekären Lage als Emigrantin in Deutschland, nach Tschechien und zu ihren polnischen Wurzeln. Mit Selbstironie und Charme beschreibt sie Kulturunterschiede und die mitunter turbulenten deutsch-polnischen und deutsch-deutschen Verhältnisse entlang der Grenze. Sie erzählt von Verlorenheit, Grenzerfahrungen und der Suche nach der eigenen Identität.

„Ossis und andere Leute“ („Enerdowce i inne ludzie“) wurde von Lesern und Kritikern begeistert aufgenommen. Das Buch wurde 2012 für den wichtigsten polnischen Literaturpreis (Nike) nominiert, und Brygida Helbig kam damit im selben Jahr ins Finale des Gryfia-Preises für die beste Schriftstellerin des Landes.

Aus dem Polnischen von Paulina Schulz unter Mitarbeit von Brygida Helbig

126 Seiten; Softcover
ISBN: 978-3-943672-71-8
€ [D] 14,95

Erschienen im Freiraum Verlag


Agnieszka Kowaluk: Du bist so deutsch!
Mein Leben in einem Land, das seine Tugenden nicht mag

A. Kowaluk Du bist so deutsch Cover © Riemann Verlag

A. Kowaluk Du bist so deutsch Cover © Riemann Verlag

Wer lange im Ausland lebt, wird seiner Heimat fremd. Wo gehört er hin? Oder: Wird etwas Neues, Eigenständiges daraus, wenn verschiedene Kulturen auf einen abfärben? Agnieszka Kowaluk wuchs in Polen auf, interessierte sich aber schon früh für die deutsche Sprache und Kultur und ließ sich später in Deutschland nieder. Die Deutschen sehen in ihr oft die Polin, in Polen ist sie inzwischen eher eine Deutsche. Und erst recht ihre Tochter, die zwar Polnisch spricht und sich den polnischen Verwandten zugehörig fühlt, aber sich doch an der deutschen Peer Group orientiert. Das Einordnen wird schwieriger, die Identitüt gewinnt viele Facetten, das Leben mit verschiedenen Horizonten macht das Leben aber auch reicher.

 

Wenn Agnieszka Kowaluk uns Deutschen mit tiefer Kenntnis und Einfühlung den Spiegel vorhält, ist das ein Glücksfall für unsere Selbsterkenntnis und für unseren Umgang mit Fremden.

Paperback, Klappenbroschur, 224 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-570-50166-5
€ [D] 16,99

Erschienen im Riemann Verlag


Roswitha Schieb: Jeder zweite Berliner ist aus Schlesien – Schlesische Spuren an der Spree

Cover © Deutsches Kulturforum östliches Europa

Cover © Deutsches Kulturforum östliches Europa

Mit diesem reich bebilderten Buch kann sich der Leser auf drei große Spaziergänge durch die architektonische, künstlerische und literarische Stadtlandschaft Berlins begeben und sich durch typisch schlesische Phänomene der Industrie-, Theater-, Kunst- und Gesellschaftsgeschichte Berlins überraschen lassen.

Mit zahlreichen Farb- und S.-W.-Abbildungen, Kurzbiografien, detaillierten Registern und Karten, 384 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen.
Potsdamer Bibliothek östliches Europa – Kulturreisen
, Potsdam 2012.
€ [D] 19,80/PLN 55,00
ISBN 978-3-936168-61-7

 


Roswitha Schieb: Literarischer Reiseführer Breslau. Sieben Stadtspaziergänge

Ein Gang durch die Literaturstadt Breslau, Zentrum des Humanismus und der deutschen Barockdichtung, Wirkungsstätte bedeutender Autoren wie Gerhart Hauptmann, in den 1920er Jahren Keimzelle der Hörfunk-Avantgarde und seit den 1970er Jahren Anziehungspunkt für herausragende polnische Dichter und Theatermacher. Sieben Wegbeschreibungen mit einer Fülle von Zitaten sowie architektur- und stadtgeschichtlichen Informationen laden den Reisenden zu literarischen Spaziergängen durch die Jahrhunderte ein.

 

2., aktual. u. erw. Aufl., 404 S., Integralbroschur m. Lesebändchen.
€ [D] 19,80
ISBN 978-3-936168-46-4


Roswitha Schieb: Breslau/Wrocław. Ein kunstgeschichtlicher Rundgang durch die Stadt der hundert Brücken

Roswitha Schieb © Deutsches Kulturforum östliches Europa

Roswitha Schieb, Breslau/Wroclaw © Deutsches Kulturforum östliches Europa

In Breslau ist es möglich, Architektur und Kunst in vier Spaziergängen durch die Epochen hindurch nachzuvollziehen. So wie sich diese am Ring bereits im Kleinen zeigen, erschließen sie sich – in einer nicht strengen, aber doch markanten Chronologie – auf einer großen Runde durch die Stadt. Zur Epoche der Gotik zählt das Rathaus, die Zeit des Barock zeigt sich im Ossolineum. Während die Synagoge zum Weißen Storch, 1827 bis 1829 von Carl Ferdinand Langhans erbaut, den Klassizismus spiegelt, markiert die Epoche des Historismus das neobarocke Kaufhaus Barrasch. Die Bestrebungen der Moderne sind an der berühmten Jahrhunderthalle von Max Berg abzulesen.

64 S., gebunden.
€ [D] 12,95
ISBN 978-3-7954-2951-5

In Kooperation mit dem Verlag Schnell & Steiner in der Reihe Große Kunstführer in der Potsdamer Bibliothek östliches Europa, Band 9.

 

 

 

 

 

 

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