BRESLAU - BERLIN. Europäische Nachbarn

LUNETA verbindet Breslau und Berlin in Echtzeit

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Luneta Eröffnung am 09.05.2016 in Breslau

 

Luneta Eröffnung am 09.05.2016 in Berlin

 

Luneta entsteht in Berlin …

Luneta entsteht in Breslau …

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Die IdeeLUNETA_Logo

Die beiden Städte Breslau (Wrocław) und Berlin näher zusammenzubringen – aus dieser Initiative der Stiftung Zukunft Berlin heraus entstand bereits im Sommer 2013 die Idee von Volkmar Umlauft: in jeder dieser Städte einen Raum zu schaffen, in dessen Inneren man sich in der jeweils anderen Stadt befindet.

Daraus wurde LUNETA 2016, eine begehbare, multimediale Installation, die in ihrer Funktion metaphorisch von einem Fernrohr, polnisch „Luneta“, inspiriert ist. Gleichzeitig, in Breslau und Berlin, können die Besucher in Echtzeit die parallele Wirklichkeit des Partnerortes erleben, etwas über Geschichte, Gegenwart und Zukunft beider Städte erfahren und sich miteinander austauschen.

Heute, wenige Wochen vor der Eröffnung, freuen wir uns besonders über die Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, und die Schirmherrschaft des Stadtpräsidenten von Wrocław, Rafał Dutkiewicz.

Die Installation

Dome-Außenhülle © LUNETA

Dome-Außenhülle © LUNETA

Die Installation wird in beiden Städten gleichzeitig vom 9. Mai bis 3. Juli 2016 präsentiert. Die auffällige Konstruktion der Außenhülle (ein hellblaues Kuppelzelt von 6m Höhe und 12m Breite) ist bereits von weitem sichtbar. Beim Eintreten gelangt der Besucher in die parallele Wirklichkeit des Partnerortes. Die Bildschirme, aus denen die eine Röhre formenden Wände rechts und links bestehen, zeigen in Echtzeit die Ansichten der Plätze, die die Installation der anderen Stadt umgeben. So wird der Ausblick aus der Installation vor dem Hauptbahnhof in Breslau auf die Bildschirme in der Installation am Dorothea-Schlegel-Platz nach Berlin übertragen und umgekehrt. Es entsteht der Eindruck, als wäre man in einem transparenten Raum in der jeweils anderen Stadt.

Im Zentrum der Installation befindet sich die „Membran“, eine Fläche, die den Blick in das „Partnerfernrohr“ erlaubt. Von Breslau aus sehen wir in den Raum in Berlin und umgekehrt. Sich zur gleichen Zeit in der Installation befindende Besucher werden an dieser Stelle füreinander sicht- und hörbar. Hier können sie miteinander in Kommunikation treten, über Gesten, Sprache und kurze Textnachrichten.

Die Möglichkeiten

Durch spezielle Arbeiten, Aktionen und Initiativen werden sich verschiedene Akteure, wie Künstler, Vereine, Medien, Politiker, Wissenschaftler, Musiker und Schulen während der Laufzeit von LUNETA aktiv beteiligen. So werden die Menschen beider Städte und ihre Besucher ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit dem anderen Land neu bewerten und im audio-visuellen Austausch sich und die Anderen besser kennenlernen.

Die bestehende Installation bietet die Möglichkeit die Bild- und Tonübertragung, neben der Echtzeitübertragung aus der anderen Stadt, auch für andere Inhalte zu nutzen.

Tunnel und Membran innerhalb der Luneta Kuppel © mediapool GmbH

Tunnel und Membran innerhalb der Luneta Kuppel © mediapool GmbH

So werden multimediale Mehrkanalinstallationen in LUNETA ein Forum für Künstler sein und die Besucher mit ungewohnten Perspektiven, Ansichten und Reflektionen überraschen.

Im Rahmen von LUNETA wird es ein vielfältiges Begleitprogramm geben, das die Bewohner und Besucher beider Städte über unterschiedlichste Angebote miteinander verbindet: so wird der Club der Polnischen Versager eine Woche lang die polnische Gegenwart erklären, einmal pro Woche sollen Jazzmusiker beider Städte in einer Jamsession zusammenkommen, Schulklassen werden gemeinsam experimentieren und musizieren und im Umfeld der „Langen Nacht der Wissenschaft“ wird man bei LUNETA hinter die Kulissen schauen können. Diese Veranstaltungen, sowie auch Konzerte, Lesungen und Gesprächsrunden werden durch die Dimension der Echtzeitübertragung in die jeweils andere Stadt erweitert und bereichert. So soll zwischen beiden Städten ein gemeinsamer, zugleich virtueller als auch konkreter, Raum bestehen, der zu Unterhaltung, Nachdenken und kritischem Austausch einlädt.

Die Umsetzung

Um eine durchgehende Echtzeitübertragung mit minimaler Latenz für Bild und Ton zu erzielen, sind herkömmliche Verfahren der Medientechnologie nicht ausreichend bzw. würden einen sehr hohen technischen Aufwand bedeuten.

Bei der Übertragung der Bild-und Tondaten wird von Hewlett Packard Enterprise, dem Technologiepartner bei diesem Projekt, ein innovativer und neu gedachter Ansatz verfolgt: Die im gespiegelten Aufbau verwendeten Proliant Server sind mit sehr leistungsfähigen Intel® Prozessoren zur Virtualisierung und mit mehreren Hochleistungs-Grafikkarten – für besonders schnelles Videoprocessing, ausgestattet. Der Vorteil der Virtualisierung ist die Bereitstellung mehrerer virtueller Maschinen auf einem physischen Rechner für die problemlose parallele Bearbeitung der verschieden Aufgaben – wie IT-Kerndienste und verschiedene Applikationen für das Audio-und Videoprocessing. Der Einsatz des effizienten H.264 – Videocodec erlaubt eine HD-videooptimierte aber trotzdem bandbreitenschonende Übertragung bei breiter Softwareunterstützung. Mit Hilfe speziell konfigurierter virtueller Maschinen können relativ einfach auch verschiedenste Szenarien vorab programmiert und via Tablet gesteuert werden.

Weitere Informationen zur technischen Umsetzung finden Sie hier.

Idee / Künstlerische Leitung: Volkmar Umlauft

IT-Realisierung: Hewlett Packard Enterprise

Produktion: Mediapool GmbH

LUNETA 2016 ist ein Projekt der von der Stiftung Zukunft Berlin und der Kulturhauptstadt Breslau getragenen Initiative „Breslau-Berlin 2016. Europäische Nachbarn” in Kooperation mit Hewlett Packard Enterprise, Kulturstiftung des Bundes, Kulturprojekte Berlin GmbH, LUNETA, Mediapool GmbH und Mica Moca project berlin e.V..
Unterstützt durch die LOTTO-Stiftung Berlin und die Stadt Wrocław.

Schirmherren:
Stadtpräsident von Wroclaw, Rafal Dutkiewicz
Regierender Bürgermeister von Berlin, Michael Müller
Deutsches Generalkonsulat in Wroclaw

Schirmherren

Unterstützt von:

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Programmpartner:

Accordina / ARAW / Bauhaus-Universität Weimar / Berlin Music Commission eG / Beuth Hochschule für Technik Berlin / Centre for Documentary Architecture / Club der polnischen Versager / Deutsche Gesellschaft e.V. / Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft in Breslau [Niemieckie Towarzystwo Kulturalno-Społeczne we Wrocławiu] Deutsches Kulturforum Östliches Europa e.V. / Duvenbeck Unternehmensgruppe / Europa Forum / eventconcepts GmbH – Schönheit der Stille / Forschungsgruppe Creative Media der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin / Fresh Design / Instytut Filologii Germańskiej, Uniwersytet Wrocławski [Institut für Germanistik, Universität Wrocław] / IT-Corner / Karin Kaper Film GbR / Karneval der Kulturen / KLAK Verlag / Lange Nacht der Wissenschaften e.V. / Liceum Ogólnokształcące Nr III Wrocław / Manfred Pokrandt (Engerling) / Mica Moca project berlin e.V. / Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach / Ogólnokształcąca Szkoła Muzyczna l i ll stopnia im. Karola Szymanowskiego Wrocław / Prywatne Gimnazjum Językowe “PARNAS” / PWST Wrocław / Theater o.N. e.V. / SIBB e.V. / Vereinigung ehemaliger Mitglieder des Abgeordnetenhauses von Berlin e.V. / Zentrum für historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften [Centrum Badań historycznych Polskiej Akademii Nauk w Berlinie]

 

Laufzeit: 09.05.–03.07.2016

Berlin: Bahnhof Friedrichstraße / Dorothea-Schlegel Platz

Breslau/Wrocław: Vor dem Hauptbahnhof

tägl. geöffnet von 10-22 Uhr

Ansprechpartnerin LUNETA

Nele Kirchner
Stiftung Zukunft Berlin
Klingelhöferstraße 7, 10785 Berlin
Fon +49 30 26 39 229 45
Fax +49 30 26 39 229 22
kirchner@stiftungzukunftberlin.eu